Dachsanierung – Alles gut bedacht

Ein Hausdach muss viel aushalten. Ist es in die Jahre gekommen, führt an einer Dachsanierung kein Weg mehr vorbei. Bevor Sie mit dem Dachdecken loslegen, gilt es, wichtige Punkte zu beachten.

Dacheindeckung: eine lohnende Investition

Eine gute Investition: Mit einer neuen Dacheindeckung schützen Sie Ihre Immobilie vor Wertverlust.

Foto: iStock (alexandrumagurean)

Das Haus – ein Traum: die Lage, der Grundriss, der schöne Garten. Und das Dach? Wird schon irgendwie passen! Dach ist schließlich Dach und die Ziegel halten schon. So denken viele künftige Eigenheimbesitzer, wenn sie sich in ein Haus verguckt haben. Aber auch viele Immobilienbesitzer, die schon länger in ihrem Eigenheim wohnen, verdrängen lieber den Gedanken an einen notwendigen Austausch der in die Jahre gekommenen Dachdeckung. Dabei gilt bei einer Dachsanierung oder Dacherneuerung das, was auch bei anderen Modernisierungsarbeiten Gültigkeit hat: Je eher gehandelt wird, desto kostengünstiger wird es am Ende.

 

Ist eine Dachsanierung nötig? Auf diese Anzeichen sollten Sie achten

Spätestens dann, wenn Sie bereits Schäden an der Dachkonstruktion bemerken, zum Beispiel verrutschte oder heruntergefallene Dachziegel, ist es höchste Zeit, mit einem Fachhandwerker zu sprechen. Solche Warnzeichen zu ignorieren und eine Dachsanierung damit hinauszuzögern, wäre fahrlässig. Schließlich gibt es auch weniger auffällige Indizien, die auf Schäden hindeuten und ein erfahrener Dachdecker erst bei einer Begehung feststellt. Dabei wird nicht nur der Dachstuhl mit Balken und Dachhaut auf undichte Stellen hin untersucht – bei einer Begehung wird auch der Zustand der Dachziegel genau kontrolliert. Bei der Frage, ob eine Dachsanierung notwendig ist, spielt das Alter der Ziegel eine wichtige Rolle: Ein durch Handwerker gedecktes Tonziegeldach hat eine Lebenserwartung von rund 50 Jahren. Die Lebensdauer von Betondachsteinen ist dagegen auf nur 30 Jahre angelegt. Dabei verliert die Oberfläche bereits nach 10 bis 15 Jahren ihre Farbe und beginnt sich in die natürliche graue Betonfarbe zu färben. Eine Dachsanierung bzw. eine Dachneueindeckung kann also viel schneller als gedacht notwendig werden. Wird sogar ein Schimmelbefall der Dachkonstruktion durch eintretende Feuchtigkeit festgestellt, ist es höchste Zeit für eine Dachsanierung. Sonst droht eine massive Wertminderung der gesamten Immobilie.

 

Dach decken und Dach sanieren – damit müssen Sie rechnen

Zunächst einmal sollten Sie einen erfahrenen Dachdecker oder Sachverständigen zurate ziehen. Wenn Sie die Absicht haben, einen Altbau zu erwerben, ist das Gutachten eines Fachmanns besonders wichtig: Eine komplette Dachsanierung kostet schnell mehrere 10.000 Euro, wogegen eine neue Dacheindeckung deutlich günstiger ist. Hier können Sie mit Kosten von 80 Euro bis 120 Euro je Quadratmeter rechnen. Das würde bei einer Dachfläche von 120 Quadratmetern insgesamt zwischen 9.600 Euro und 14.400 Euro kosten.

 

Haben Sie sich zu den erforderlichen Maßnahmen für eine Dachsanierung entschieden, stellt sich schon die nächste Frage: Wie soll – besser darf – das neue Dach aussehen und wie darf die Gestaltung ausfallen? Die Einsicht in den gültigen Bebauungsplan auf dem Ortsamt gibt darauf alle wichtigen Antworten. Hier finden Sie alle Vorgaben hinsichtlich regionaltypischem Charakter, Farben und Materialien, die bei einer neuen Dacheindeckung oder auch bei der Dachsanierung zu beachten sind.

Kleine Materialkunde für die Dachsanierung und das Dachdecken

Tonziegel – der Klassiker für die Dachsanierung
Schiefer für anspruchsvolle Dachformen
Dachsteine aus Beton für eine günstige Dachsanierung

Foto: Braas

Foto: Rathscheck Schiefer

Foto: Braas

Ton

Die Römer brachten die Technik nach Deutschland: Dachziegel werden seit Jahrtausenden aus Ton, Lehm und Wasser gebrannt. Die Klassiker unter den Dacheindeckungsmaterialien sind witterungsfest und langlebig.

Schiefer

Das Material eignet sich sehr gut für architektonisch anspruchsvolle Dachformen, heizt sich bedingt durch die dunkle Färbung allerdings schnell auf. Das spart zwar Energiekosten, sorgt im Sommer jedoch für hohe Innenraumtemperaturen.

Beton

Eine kostengünstige Variante zu Dachziegeln bei einer Dachsanierung sind Dachsteine. Sie werden aus Sand, Zement, Wasser und Farbpigmenten hergestellt. Sie altern schneller als Dachziegel und neigen schneller zu Moosbewuchs.

Titanzink als Dacheindeckung
Schön, aber empfindlich: das Reetdach

Foto: Rheinzink

Foto: Hiss Reet

Foto: Autarq

Metall

Kupfer, Aluminium, verzinktes Stahlblech und Titanzink: Die Palette an Metallen zur Dacheindeckung ist groß. Auf Einfamilienhäusern kommen sie heute allerdings eher selten zum Einsatz.

Reet

Dächer aus Reet zählen zu den empfindlichsten Dacheindeckungsvarianten. Der guten Qualität stehen eine relativ geringe Lebensdauer (ca. 25 bis 40 Jahre) und die Anfälligkeit für Pilzbefall und Feuer entgegen.

Solardachziegel

Wer viel Energie für sein Haus selbst produzieren möchte, entscheidet sich für Solardachziegel. Dabei sind die Solarkollektoren in den Dachziegeln integriert und gewinnen Strom aus der Sonne.

Das Dach neu decken – auf das Angebot kommt es an

Grundsätzlich gilt: Die wichtigsten Variablen bei den Kosten für eine Dachsanierung sind die Dachfläche, die Dachneigung sowie die baulichen Voraussetzungen und die Wahl des Materials. Dachziegel aus Ton sind teurer als Dachsteine aus Beton, und für die besonders kunstvollen Dächer aus Schieferschindeln oder eine Eindeckung mit Reet müssen Sie ebenfalls tiefer in die Tasche greifen.

 

Dazu kommen die Kosten für das Dachabdecken und die Entsorgung des alten Materials, für den Aufbau eines Gerüsts und die Arbeitsstunden der Fachkräfte. In diesen Punkten kann es gerade bei einer größeren Dachsanierung zu erheblichen Unterschieden kommen, deshalb sollten Sie auf jeden Fall mehrere Kostenvoranschläge von unterschiedlichen Handwerksbetrieben einholen. Für die Finanzierung Ihrer Dachsanierung – unabhängig davon, wie groß sie ausfällt – sollten Sie nicht nur einfach Ihre bereits laufende Baufinanzierung aufstocken. Maßgeschneiderte Sanierungs- oder Modernisierungskredite bieten hier viele Vorteile, wie eine schnelle Kreditzusage und den Verzicht auf einen Grundbucheintrag. Dank der aktuell niedrigen Baufinanzierungszinsen wird eine Dachsanierung zum Beispiel mit einem Modernisierungskredit so zu einer lohnenden Investition in die eigene Immobilie.

Nützliche Tipps zur Dachpflege

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So machen Sie Ihr Dach wetterfest für Herbst und Winter

Der Winter scheint noch weit, doch wenn sich das Laub im Garten bunt färbt, sollte jeder Hausherr sein Dach auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Bei einer Inspektion durch einen Fachhandwerker werden alle Bereiche wie Regenrinnen, Fallrohre, Schneefangsysteme und natürlich die Dachdeckung selbst auf ihre Funktionstüchtigkeit hin untersucht. Kleinere Mängel wie fehlende oder beschädigte Dachpfannen können sofort behoben werden. Das erspart Ihnen auch teure Folgekosten, die durch eindringendes Wasser, Schimmelbildung und Schäden am Baumaterial entstehen könnten.

 

Dachrinnen und Fallrohre sollten gesäubert werden, damit sich kein Wasser staut und sich keine Eiszapfen bilden können. Um sich vor den gefürchteten Dachlawinen zu schützen, empfiehlt sich der Einbau von Schneefangsystemen aus Metall oder Holz und Schneestopphaken aus verzinktem Metall. In regelmäßigen Abständen zwischen den Dachziegeln angebracht, sorgen sie für eine gleichmäßige Fixierung von Eis und Schnee bis zur Schmelze – denn der nächste Frühling kommt bestimmt.

Dachsanierung durch einen Fachmann

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Foto: iStock (panic_attack)

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