Das Abc der richtigen Dachdämmung

Immer mehr Immobilienbesitzer erweitern ihren Wohnraum, indem sie ihr Dachgeschoss ausbauen. Ein neues Arbeitszimmer, ein gemütliches Fernsehzimmer oder ein eigenes Reich für die Kinder – alles ist möglich. Wichtig ist hierbei vor allem  eine solide Dachdämmung von innen oder von außen.

Dachdämmung: Beim Dachausbau kann sowohl von außen als auch von innen gedämmt werden.

Dachdämmung: Beim Dachausbau kann sowohl von außen als auch von innen gedämmt werden.

Wer das Dachgeschoss zum Wohnraum umfunktionieren will, muss gesetzliche Vorgaben beachten und das heißt vor allem: Eine gute Dachdämmung, um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) für bewohnte Dachflächen einhalten zu können. Die gute Nachricht vorweg: Mit einer guten Dachdämmung lässt sich der Energieverbrauch des gesamten Hauses um rund ein Fünftel reduzieren! Die schlechte: Es gibt keine Patentlösung für die optimale Dachdämmung. Jedes Dach muss individuell  betrachtet werden. Zunächst einmal gilt die EnEV für alle Dächer. Vorgeschrieben ist eine 16 Zentimeter dicke Dämmschicht, Experten raten allerdings gleich auf 20 Zentimeter zu gehen. Die wichtigste Entscheidung für den Hausbesitzer ist jedoch: Dachdämmung von außen oder Dachdämmung von innen?

Dachdämmung: Beim Dachausbau kann sowohl von außen als auch von innen gedämmt werden.
Dachdämmung: Beim Dachausbau kann sowohl von außen als auch von innen gedämmt werden.
  •     Vorteile Außendämmung

    • Grundsätzlich ist eine Außendämmung effektiver – sowohl was den Wärmeschutz im Sommer als auch die Heizkostenersparnis angeht. Wer von außen dämmt, der packt sein Dach in einen Mantel, der kaum Wärmebrücken zulässt, über die Wärme den Innenraum verlassen kann.
    • Sie haben keine Einschränkungen durch eine „Baustelle“ innerhalb des Dachbodens.
    • Sie haben keinen „Raumverlust", da die Dämmung außen stattfindet und nicht die Stehhöhe und damit den Wohnkomfort beeinflusst.
  •     Nachteile Außendämmung

    • Die Kosten sind höher als eine Dämmung von innen. Doch wer ohnehin sein komplettes Dach oder die Dachabdeckung sanieren will, sollte auf jeden Fall eine Außendämmung anstreben.
    • Durch eine Dämmung von außen kann sich das Gebäude erhöhen. Prüfen Sie, welche Vorgaben das lokale Baurecht für die Gebäudehöhe macht.
  •     Vorteile Innendämmung

    • Keine Erhöhung des Gebäudes, kein Außengerüst während des Baus.
    • Kostengünstiger als Außendämmung. Mit etwas Geschick kann man einen großen Teil der Arbeit auch selber ausführen.
  •     Nachteile Innendämmung

    • Verringerung der Raumhöhe. Im Regelfall muss man mit 20 Zentimetern Höhenverlust rechnen.
    • Weniger Effizient als Außendämmung.

Wer sich für die Dachdämmung von innen entscheidet, sollte zunächst prüfen, ob die Balken (Sparren) dick genug für die notwendige Dämmschicht sind. Ist dies nicht der Fall, können die Balken „aufgedoppelt“ werden, was allerdings auch die Raumhöhe negativ beeinflusst. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden der Innendämmung:

 

Zwischensparrendämmung

Die einfachste Methode mit dem geringsten finanziellen Aufwand. Hierbei wird lediglich ein passend zugeschnittener Dämmstoff zwischen die Sparren geklemmt, was im Normalfall auch von einer Person alleine durchgeführt werden kann.

 

Untersparrendämmung

Bei der Untersparrendämmung wird eine Dämmschicht oder Dämmplatte nicht zwischen, sondern unter den Dachsparren aufgebracht. Sie verringert die Raumhöhe um ein paar Zentimeter, verhindert aber auch Wärmebrücken durch die Dachsparren.

 

Das Material für die Dachdämmung

Egal welche Methode der Dachdämmung Sie wählen, ob Sie in Eigenregie arbeiten oder einen Profi engagieren – wichtig ist in allen Fällen die Wahl des richtigen Materials. Schließlich soll das Dach ja seine doppelte Dämmfunktion ausüben können: Im Sommer von außen nach innen, im Winter umgekehrt.

 

  • Bestimmte einseitige Dämmmaterialien wie Polyurethane leisten an frostigen Wintertagen zwar gute Dienste, immer Sommer lassen sie aber zu viel Hitze ins Gebäude. Meistens ist eine Kombination unterschiedlicher Materialien am sinnvollsten.
  • Achten Sie auf luftdichte Abdichtung durch eine feuchtigkeitsabweisende Folie. Wichtig: Eine gute Verarbeitung an Balken und Fenstern. Dringt Feuchtigkeit ein, droht Schimmel, morsches Gebälk und am Ende der Verlust von Dämmwirkung!
  • Fenster sind immer auch Wärmebrücken. Kaufen Sie wenn möglich Fenster der höchsten Effizienzklasse. Schlechte Fenster und schlechter Fenstereinbau können einen Teil der „Dämmgewinne“ gleich wieder auffressen.

 

Die Kosten einer Dachdämmung

Die Kosten, die in Verbindung mit Dämmung und Ausbau des Dachgeschosses entstehen, hängen von verschiedenen Variablen wie zum Beispiel der Größe der Dachfläche, der ausgewählten Dämmvariante oder auch etwaigen Fenster- und Gaubeneinbauten ab. Je nach Ausstattung liegen die Kosten bei einem Einfamilienhaus in der Regel zwischen 30.000 und 45.000 Euro. Hinsichtlich der Finanzierung dieser Kosten eignen sich spezielle Modernisierungsdarlehen, in welche unter Umständen auch Fördermittel seitens der KfW-Bank mit einbezogen werden können.

Dachdämmung: Beim Dachausbau kann sowohl von außen als auch von innen gedämmt werden.

Fotos: iStock/Highwaystarz-Photography, Deutsche ROCKWOOL, Isover (2)

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