Einbrecher mögen die dunkle Jahreszeit – wähnen sie sich in der frühen Dämmerung doch besonders gut geschützt. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft findet fast die Hälfte aller Einbrüche zwischen Oktober und Januar statt. Doch zum Glück gibt es wirksame Mittel, sich zu schützen. Manche davon lassen sich per Smart-Home-Technologie sogar von unterwegs steuern.

Einbruchschutz: Die besten Tipps für ein sicheres Zuhause

So erhöhen Sie den Einbruchschutz an Ihrem Haus.
Wohnungseinbruchdiebstahl in Hamburg

Hochwertige Schlösser, eine gute Beleuchtung, eine Alarmanlage oder ein aufmerksamer Hund: Es gibt viele Möglichkeiten, Einbrecher in die Flucht zu schlagen.                   Illustration: iStock/marcellio82

Quelle: Polizei Hamburg

Nationaltorwart Manuel Neuer wurden Schmuck und Uhren gestohlen, Schauspielerin Marie-Luise Marjan wurde sogar ihr Bundesverdienstkreuz entwendet und dem Musikproduzenten Dieter Bohlen räumten Einbrecher gleich die halbe Villa leer. Doch auch wer weniger gut situiert ist als diese Prominenten, kann schnell ins Visier Krimineller geraten: „Viele Bürger meinen, dass bei ihnen nicht viel zu holen ist, und unterschätzen deshalb das Einbruchsrisiko“, sagt Karina Sadowsky, Sprecherin der Polizei Hamburg (siehe Interview). „Viele Kriminelle nutzen aber einfach jede günstige Gelegenheit, die sich ihnen bietet." Deshalb sollte sich jeder Bürger mit dem Thema Einbruchschutz beschäftigen.

Karina Sadowsky über Einbruchschutz

Karina Sadowsky, Sprecherin der Polizei Hamburg.

„Die meisten Einbrüche finden tagsüber statt, wenn die Bewohner häufig nicht zu Hause sind.“

Foto: Polizei Hamburg

Zahl der Wohnungseinbrüche 2016 gesunken

Diese Entwicklung ist erfreulich: Im Jahr 2016 erfasste die Polizei 7.510 Einbruchsversuche in Häuser und Wohnungen in Hamburg – und zählt damit 1.496 Taten weniger als im Vorjahr. Die aktuelle Statistik zeigt auch: Immer mehr Einbruchsversuche scheitern. Waren es 2015 noch 41,7 Prozent, mussten im vergangenen Jahr bereits 43,3 Prozent der Täter unverrichteter Dinge abziehen. Die Investition in Sicherheitstechnik lohnt sich also.

 

Die Polizei empfiehlt, das Zuhause zunächst durch einen mechanischen Einbruchschutz abzusichern, also mit speziellen Schlössern, Riegeln oder einbruchhemmenden Fenstern. Ist das erledigt, kann dies durch Sicherheitstechnik sinnvoll ergänzt werden, also Lampen mit Bewegungsmelder, Kameras oder komplette Alarmsysteme. Vor allem die bekannten Schwachstellen sollten gesichert werden: In Einfamilienhäusern wird meist über Fenstertüren und Fenster eingebrochen, in Mehrfamilienhäusern über Wohnungstüren und leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren. So erhöhen Sie den Einbruchschutz:

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Experte für Einbruchsicherung

Brauchen Sie Beratung dazu, wie Ihre Immobilie am besten abgesichert werden kann? Hier kann der HausCoach der Sparda Immobilien weiterhelfen. Er berät zu Themen rund ums Eigenheim. Seine Leistungen im Überblick.

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Wertsachen sicher deponieren

Statt selbst einen Safe anzuschaffen, können Sie Wertsachen auch in einem Schließfach bei der Sparda-Bank deponieren. Mehr dazu erfahren Sie hier. Per Telefon können Sie erfragen, in welchen Filialen noch Plätze frei sind: Tel. 040 55 00 55-0

Türen

Über Eingangs-, Balkon- oder Terrassentüren kommen Einbrecher am bequemsten ins Gebäude. Wenn Sie neu bauen oder eine neue Tür einbauen lassen wollen, sollten Sie eine geprüft einbruchhemmende Tür nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse RC 2) wählen. Türen lassen sich aber auch nachträglich sichern, zum Beispiel mit speziellen Türblättern, -rahmen, -bändern, Schlössern, Beschlägen oder Schließblechen. Holen Sie sich am besten den Rat eines Sicherheitsexperten, der die einzelnen Elemente aufeinander abstimmt. Vergessen Sie auf keinen Fall die Nebentüren. Oft sind Eingangstüren gut geschützt, Keller- oder Garagentüren mit Zugang zum Wohnbereich aber nicht. Dabei kommen Einbrecher hier sogar am ehesten ungesehen rein.

 

Smart-Home-Tipp: Mit elektronischen Türschlössern, die etwa per Smartphone, Zahlencode oder Fingerabdruck bedient werden, gehören verloren gegangene Haustürschlüssel, die in falsche Hände geraten könnten, der Vergangenheit an. Über spezielle Apps lassen sich zudem individuelle Zutrittsberechtigungen erstellen und verwalten – etwa für Nachbarn, die in der Urlaubszeit das Haus hüten sollen. Mit manchen Programmen lässt sich zudem genau protokollieren, wann wer die Tür auf- oder zugesperrt hat.

Einbruchschutz für die Tür

Fenster

 Auch Fenster ermöglichen oft einen leichten Zugang; Einbrecher hebeln sie einfach auf. Dagegen helfen auch abschließbare Fenstergriffe nicht. Besser sind Zusatzsicherungen wie einbruchhemmende Fensterbeschläge. Schließen Sie Fenster immer komplett, denn gekippte Fenster sind leicht zu öffnen. Wenn Sie auf keinen Fall auf frische Luft verzichten wollen, können Gitter vor den Fenstern helfen. Rollläden erschweren einen Einbruch, zudem fühlen sich viele Bewohner dadurch nachts sicherer. Aber Achtung: Wer tagsüber oder bei längerer Abwesenheit die Rollläden geschlossen lässt, signalisiert  Einbrechern, dass keiner zu Hause ist.

 

Smart-Home-Tipp: Speziell eingebaute Sensoren in Fensterrahmen können Erschütterungen an Glasflächen bzw. eingeschlagene Scheiben erfassen – und einen Alarm auslösen. Mit dem Einsatz von intelligenter Fenstertechnik ist es ebenfalls möglich, gekippte Fenster via App aus der Ferne zu schließen und Rollläden mit programmierbaren Routinen zu bestimmten Zeiten rauf- und runter-fahren zu lassen.

Einbruchschutz für Fenster

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Hausratsversicherung

Mit einer Hausratversicherung schützen Sie Möbel, elektronische Geräte, Wertsachen und mehr. Im Falle eines Einbruchs, Brands, bei Wasserschäden oder Vandalismus ersetzt die Versicherung den Schaden. Das Angebot der DEVK Versicherungen auf einen Blick.

Sirenen vertreiben unvollkommene Gäste

Sirenen

Alarmanlagen ersetzen keinen mechanischen Einbruchschutz, sind aber eine sinnvolle Ergänzung. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten: von piependen Fenstern bis hin zur Komplettsicherung des Gebäudes. Lassen Sie sich am besten von einem Technikfachmann oder bei einer Beratungsstelle der Polizei Tipps geben. Alle Bewohner sollten mit der Alarmanlage vertraut sein, um Fehlalarme zu vermeiden.

 

Smart-Home-Tipp: Intelligente Alarmanlagen können Push-Nachrichten auf das Smartphone schicken. So können ohne Zeitverzögerung notwendige Maßnahmen schon von unterwegs eingeleitet werden. Bestimmte Apps liefern auch Infos über den Batteriezustand der Sirene.

Kamera und Beleuchtung schrecken Einbrecher effektiv ab

Kamera und Beleuchtung

Kameras und gute Beleuchtung sind eine effektive Möglichkeit, Einbrecher abzuschrecken. Damit nicht permanent das Licht brennt, sind Bewegungsmelder eine gute Wahl. Auch hier gilt wieder: Nicht nur der Eingangsbereich muss geschützt werden, sondern das ganze Gebäude.

 

Smart-Home-Tipp: Wenn die Überwachungskamera mit dem Smartphone verbunden ist, können abwesende Besitzer auch aus der Ferne genau verfolgen, was in den eigenen vier Wänden vor sich geht. Weiteres Plus: Im Fall der Fälle kann das Videomaterial als Beweismaterial dienen.

 

Wie Sie mit Smart-Home-Technologien nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden erhöhen und Energiekosten reduzieren können, lesen Sie hier. Einen kleinen Vorgeschmack von intelligenter Haustechnik mit zuverlässigem Einbruchschutz können Sie sich im Video ansehen.

Videotipp: Die TV-Sendung „Welt der Wunder“ hat einen Sicherheitsexperten dazu befragt, wie die Smart-Home-Technik beim Einbruchschutz helfen kann.

Sicherheitstechnik zahlt sich beim Einbruchschutz aus

Erster Ansprechpartner für Sicherheitstechnik ist die Polizei mit ihrem Programm polizeiliche Kriminalprävention. Bei einem Neubau sollten Sie das Thema Einbruchschutz auch mit Ihrem Architekten oder Hausanbieter erörtern. Die Kosten hängen stark davon ab, wie viel Angriffsfläche die Immobilie Einbrechern bietet: Eine Wohnung im 4. Stock ist einfacher zu sichern als ein Einfamilienhaus mit Balkon-, Terrassen- und Kellertüren. Im ersten Fall reichen vielleicht Sicherungen an der Wohnungstür für einige Hundert Euro, beim Einfamilienhaus kann auch schon mal ein Betrag von 2.500 bis 10.000 Euro anfallen. Mit sogenannten Modernisierungsdarlehen können diese Kosten gestemmt werden. Bei einigen Banken müssen diese Kredite auch nicht ins Grundbuch eingetragen werden.

 

Wer Wertsachen wie zum Beispiel teuren Schmuck besitzt, sollte zudem in einen Safe investieren oder ein Bankschließfach mieten. Ihr Geld sind die Sicherheitsmaßnahmen allemal wert. Denn Sie schützen damit nicht nur Ihr Zuhause, sondern auch sich selbst.

 

Das Eigentum versichern

Ein gutes Gefühl kann auch eine Hausratversicherung geben. Liebgewonnene Erinnerungsstücke bringt sie zwar nicht zurück, sie ersetzt aber immerhin den Wert des entwendeten Eigentums. Zudem kommt die Versicherung für die Reparaturen auf, die nach dem Eindringen der Diebe an Türen oder Fenstern nötig sind. Und auch Schäden, die ggf. durch Vandalismus entstehen, sind abgedeckt. Aber Achtung: Es gibt kein Geld, wenn Sie grob fahrlässig handeln, etwa das Fenster offen lassen oder die Tür nur ranziehen, ohne abzuschließen. Tipp: Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Wertsachen und bewahren Sie Kaufbelege auf. So haben Sie im Ernstfall eine Sorge weniger.

 

Mit welchen Maßnahmen Sie das Einbruchsrisiko weiter senken können, lesen Sie in unserer Checkliste – einfach anklicken.

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Schützen Sie Ihr Zuhause!

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Foto: iStock (fotoedu)

Checkliste: 10 Verhaltenstipps für mehr Sicherheit

Haben Sie einen guten Draht zu Ihren Nachbarn, den Ersatzschlüssel sicher verwahrt und eine Strategie für den Urlaub?  Wenn Sie diese 10 Tipps befolgen, können Sie besser schlafen.

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