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Immobilienkauf: Neues Gesetz entlastet Käufer bei Maklerprovision

Beim Kauf einer Immobilie kann die Maklerprovision ordentlich ins Geld gehen. Ein neues Gesetz beteiligt nun die Verkäufer an den Kosten. Hier erfahren Sie, welche Auswirkungen dies für Verkäufer und Käufer hat.

Wer eine Immobilie kauft, zahlt bald nur noch maximal 50 Prozent der Maklerprovision..

Foto: shutterstock/goodluz

Vielen ist das in der Vermietung geltende Bestellerprinzip seit einigen Jahren aus dem Mietrecht bekannt. Es funktioniert im Grunde wie bei einer Einladung zum Abendessen ins Restaurant: Wer die Einladung ausspricht, zahlt auch das Abendessen. Mit anderen Worten: Wer den Makler für eine Wohnungsvermietung beauftragt, muss ihn auch bezahlen. Seit 2015 gilt diese gesetzliche Regelung bei der Zahlung der Maklerprovision.

 

Im Rahmen der Mietpreisbremse wollte die Bundesregierung den Mieter entlasten und führte zu diesem Zweck das Bestellerprinzip ein. Diese Regelung bedeutet, dass derjenige die Provision zu zahlen hat, der den Makler beauftragt. Da dies üblicherweise der Vermieter ist, hat der Mieter hier dann keine weiteren Kosten zu tragen. Es sei denn, der Mieter beauftragt den Makler mit einem Suchauftrag selbst – dann muss er auch die Provision bezahlen.

 

Die Provisionsteilung beim Immobilienkauf – wer bezahlt den Makler?

Mit den neu eingeführten Paragrafen 656a bis 656d soll das Teilungsprinzip beim Erwerb von Wohneigentum im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert werden. Bisher übernahm in einigen Metropolen der Käufer einer Immobilie komplett die Maklerkosten – inklusive Mehrwertsteuer – je nach Bundesland zwischen 3,57 und 7,14 Prozent des Kaufpreises. Am 05.06.2020 hat der Bundesrat der Neuregelung zur Maklerprovision zugestimmt: Das neue Gesetz soll auf dem Immobilienmarkt für mehr Ausgleich sorgen und den Umgang mit der Maklerprovision bundesweit vereinheitlichen. Es regelt die Aufteilung der Maklercourtage beim Verkauf von Häusern und Eigentumswohnungen neu.

 

Das bedeutet: Wer eine Immobilie kauft, muss künftig nur noch maximal die Hälfte der Maklerkosten übernehmen.

So ist es zum Beispiel nicht mehr möglich, die Maklercourtage vollständig auf den Käufer abzuwälzen. Derjenige, der den Immobilienmakler beauftragt, muss mindestens die Hälfte der Maklerprovision zahlen – und das ist im Normalfall der Verkäufer. Jede Partei zahlt dabei 50 % – dies stellt eine faire Teilung der Provision dar. Vorteil für den Käufer: Die Erwerbsnebenkosten für die Immobilie sinken deutlich.

Übrigens: Das Gesetz gilt nicht für gewerbliche Immobilien, sondern nur für selbstgenutzte Einfamilienhäuser und Wohnungen.

 

Nur Textform zählt! Maklerverträge für die Vermittlung von Wohnungen und Einfamilienhäusern dürfen mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes nur noch in Textform abgeschlossen werden. Das heißt zum Beispiel auch per E-Mail. Mündlich geschlossene Verträge sind dagegen unwirksam.

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Fragen zum neuen Gesetz? Wir geben Auskunft!

Die Sparda Immobilien GmbH ist seit Jahrzehnten einer der erfolgreichsten Immobilienmakler in Hamburg und stets für Sie da. Bei Fragen zu dem neuen Gesetz ist Immobilienexperte Tobias Boba von der Sparda Immobilien GmbH Ihr Ansprechpartner. Sie erreichen Ihn telefonisch unter:

Foto: Sparda-Bank Hamburg

Ab wann gilt die Neuregelung zur Maklerprovision?

Nach dem Bundestag hat am 5. Juni 2020 auch der Bundesrat der Neuregelung zugestimmt. Das heißt: Nach Inkrafttreten des Gesetzes gilt das neue Gesetz dann bundesweit – also nach einer sechsmonatigen Übergangszeit – voraussichtlich ab 23.12.2020. Dieser Zeitraum soll Maklern die Möglichkeit geben, ihre Geschäftsprozesse an die neue Rechtslage anzupassen.

 

Welche Auswirkungen hat die Gesetzesänderung auf den Immobilienverkauf?

Eigentümer fragen sich natürlich: Macht es Sinn, in Zukunft einen Immobilienmakler für den Immobilienverkauf zu beauftragen? Ja, es ist von Vorteil: Denn ein erfahrener Makler kann den Markt und das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage genau einschätzen. Er kennt alle Hürden und Hindernisse beim Immobilienverkauf und weiß aus Erfahrung, wie man effizient und zielführend Verkaufsgespräche führt. Mit anderen Worten: Er kann zumeist einen höheren Verkaufspreis erzielen, als ein unerfahrener Verkäufer. Und er übernimmt den anstrengenden Teil: Den administrativen Aufwand – von der richtigen Bewertung der Immobilie, über die allgemeine Abwicklung und Vereinbarung von Besichtigungsterminen bis hin zur Koordination von Notarterminen und vieles mehr.

 

Beim Immobilienverkauf lohnt es sich, einen Makler-Profi zu beauftragen

Schauen Sie bei der Maklerwahl nach dem besten Service-Angebot. Bei welchem Makler bekommen Sie am meisten Leistung für Ihre Courtage? Wo fühlen Sie sich am besten aufgehoben? Oftmals ist der persönliche Kontakt erfreulicher und besser als unpersönliche Online-Portale, die Ihre Daten an immer die gleichen drei Immobilienmakler weiterverkaufen.

 

Darauf sollten Sie bei der Maklerwahl achten:

  • Wie geht der Makler mit Ihnen und Ihren Wünschen und Zielen um?
  • Ist er zuverlässig und hat eine gute Fachkompetenz?
  • Wie sind seine Bewertungen von bisherigen Kunden?
  • Bietet der Makler ein großes Vertriebs- und Kooperationsnetzwerk?
  • Von der Wertermittlung bis zur Käuferberatung – wird eine gute Service-Bandbreite angeboten?

 

Fazit: Man kann davon ausgehen, dass sich in der Maklerbranche am Ende die Spreu vom Weizen trennen wird: Unprofessionelle Makler ohne Servicebereitschaft und eigenes Netzwerk werden sich im neuen Wettbewerb nur noch schwer durchsetzen können. Letztendlich wird sich Professionalität und guter Service auf ganzer Linie bei den Maklern auszahlen.

 

Unser Tipp: Sie möchten mehr über das neue Gesetz erfahren? Detaillierte Infos und den genauen Gesetzestext finden Sie hier.

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