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Blütenparadies für Bienen: So werden Balkon und Garten bienenfreundlich!

Eine Welt ohne Bienen möchte sich wohl niemand vorstellen. Denn ohne Wild- und Honigbienen gäbe es kein Obst, kein Gemüse und keine Blumen. Ebenso kaum noch Vögel sowie andere Tiere und Pflanzen. Da aber Lebensräume und Nahrungsangebot für Bienen immer weniger werden, ist es umso wichtiger, bienenfreundliche Gärten und Balkons anzulegen, die ganzjährig ein Nahrungsangebot und Nistplätze für Bienen bieten. Wir verraten Ihnen, mit welchen hübschen Blumen und frischen Kräutern Sie auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten viel für den Erhalt der fleißigen und nützlichen Bienen tun können!

Ein Traum für Bienen: der bienenfreundliche Balkon
Eine fleißige Wildbiene bei der Arbeit

Ein echtes Paradies: Ein bienenfreundlicher Balkon für fleißige Bienen.

Fotos: Shutterstock (ConstantinosZ, Isa Long)

Bienen: Mehr als nur Honiglieferant

Dass es ohne Bienen wohl keinen Honig gäbe, erschließt sich auf den ersten Blick. Für manchen mag der klebrige Brotaufstrich verzichtbar sein. Doch Bienen sind unentbehrlich für unser Ökosystem und unsere gesamte Nahrungsmittelvielfalt! Während die Bienen den Nektar aus Blüten als Nahrung brauchen, brauchen die Pflanzen die Bienen zur Bestäubung, zur Verbreitung ihrer Pollen, sonst können sie sich nicht vermehren und sterben aus. Bienen bestäuben nicht nur hübsche Blühpflanzen, sondern auch unsere landwirtschaftlichen Nutzpflanzen.

 

Wenn Bienen sich in Folge eines Nahrungsmangels weiter reduzieren und immer weniger Obst- und Gemüsepflanzen bestäuben, bedeutet dies Ernteausfälle. Über 75 % aller Pflanzen in Europa brauchen zum Überleben die Bestäubung durch Bienen. Sie sorgen für unser Obst und Gemüse, für Nüsse und Öle und ernähren dadurch nicht nur uns Menschen, sondern auch viele Tierarten, die sich von Pflanzen ernähren und bei einem Sterben der Pflanzen durch ausbleibende Bestäubung in Folge des Nahrungsmangels ebenfalls nicht überleben könnten.

 

Bienenfreundlicher Balkon: Nicht jede betörende Blume ist nahrhaft

Es gibt viele bienenfreundliche Blumen. Doch es gibt auch Unterschiede: Manche Blumen duften zwar sehr anziehend, bieten den Bienchen aber keinen Nektar oder Pollen, die sie für ihre Ernährung benötigen. Eine magische Anziehungskraft auf Bienen, aber auch auf Schmetterlinge übt zum Beispiel die hübsche Balkonblume „Weiße Willi“ aus. Bunt blühende Hingucker und nahrhafte Pflanzen sind auch Fächerblume, Glockenblume, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Lavendel und Kapuzinerkresse. Auch Lupinen, Klatschmohn, Astern und Sonnenblumen eignen sich hervorragend für den bienenfreundlichen Balkon.

 

So schnell geht’s: Verwandeln Sie Ihren Balkon in ein bienenfreundliches Blütenparadies

Sie lieben die bunte Blütenpracht auf Ihrem Balkon, haben aber wenig Zeit zum Gärtnern? Dann können Sie einfach Wildblumenmischungen in großen Balkonkübeln oder breiten Balkonkästen aussäen! Das hat viele Vorteile: Zum einen sehen die Blüten wunderschön aus, zum anderen schmecken sie den Bienen besonders gut. Und: Die Samenmischungen sind eine günstige Variante der Bepflanzung.

 

In der Übergangszeit ist Efeu für Bienen ideal. Dieser kann an Wänden oder Blumengittern angepflanzt werden und trägt erst im Spätsommer und Frühherbst Tracht. Auch die italienische Waldrebe ist als Kletterpflanze bei den Bienen beliebt. Beim Kauf von Blumenerde sollten Sie zum Schutz der Moore auf torffreie Erden aus regionaler Kompostproduktion achten oder die Erde selbst mischen: Dafür vermengt man zu gleichen Teilen Gartenerde, Gartenkompost und Sand.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Balkonpflanzen darauf, dass Sie die drei wichtigsten Regeln einhalten. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Balkon oder Garten nicht nur wunderschön blüht, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen bietet.

1, 2, 3 – Regeln für bienenfreundliche Sattmacher

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Foto: Sparda-Bank Hamburg

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    Regel Nr. 1: Blütenvielfalt statt Monotonie 

    Pflanzen Sie die verschiedensten heimischen Pflanzen, damit unsere Bienen eine reichhaltige Auswahl an Nahrungsquellen haben. Bei der Pollen- und Nektarsuche gilt: Je vielfältiger das Blume- und Pflanzenangebot, desto besser ist es für die Bienen. Ein- bis zweijährige Balkonpflanzen sind optimal für Bienen geeignet, zum Beispiel Topfdahlien (nur nicht-gefüllte Varianten), Vanilleblumen, Männertreu, Steinkraut und Phacelia.

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    Regel Nr. 2: Leckere Mahlzeiten das ganze Jahr über  

    Pflanzen Sie am besten früh, mittel, aber auch spät blühende Arten an. So sorgen Sie dafür, dass Bienen das ganze Jahr über Nahrung finden. Da Bienen gerade nach dem Sommer viel schwieriger Nahrung finden, sollten Beete und Blumenkästen idealerweise Kräuter und Stauden beherbergen, die vom Frühjahr bis in den späten Herbst blühen.

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    Regel Nr. 3: Keine „leeren Versprechungen“ pflanzen  

    Auch bei Blumen und Pflanzen ist nicht alles Gold, was glänzt: Mache Blumen sind wunderschön anzusehen und duften verführerisch, sind aber als Nahrungsquelle für Bienen gänzlich ungeeignet!

     

    Wichtig: Nur Pflanzen mit ungefüllten Blüten können unsere Bienen ernähren. Gefüllte Blumensorten, wie z.B. Geranien, gezüchtete Dahlien oder Garten-Chrysanthemen, versprechen durch ihren Duft leckeren Nektar und Pollen, bieten aber nur leere Wüste. Kein Durchkommen findet die Biene auch bei den gefüllten Blüten, wie Pfingstrosen und gefüllten Rosen, Rittersporn und Astern.

Illustrationen: iStockphoto (appleuzr, forest_strider, Nubenamo, Sudowoodo)

Wildblumen aussähen mit der kostenlosen Sommerblumenmischung der Sparda-Bank Hamburg

Jeder kann etwas tun. Nur wenige Handgriffe reichen und wir lassen gemeinsam unsere Städte aufblühen!

 

Tipp 1: Lassen Sie Kräuter blühen!

Frische Küchenkräuter sehen toll aus und schmecken allen: Pflanzen Sie einfach Thymian, Minze, Basilikum, Koriander, Borretsch Salbei, Schnittlauch und Zitronenmelisse – damit bringen Sie nicht nur frische Akzente und Würze in Ihre Gerichte, sondern geben auch den Bienen eine tolle Nahrungsquelle.

 

Tipp 2: Cooler Cocktail-Mix für die Biene

Mmmhhh … lecker! Eine coole Kombination aus Erdbeeren und Minze – das sind nicht nur die Zutaten für einen erfrischenden Sommer-Cocktail, auch die Bienen lieben diesen köstlichen Mix am Fensterbrett, im Garten oder auf dem Balkon.

 

Kostenlos in allen Sparda-Bank Hamburg-Filialen: die Wildblumen-mischung zum selber aussähen.

Tipp 3: Sommerblühmischung kostenlos für Sie!

Die Sparda-Bank Hamburg eG und die Loki Schmidt Stiftung engagieren sich gemeinsam im Umwelt- und Naturschutz. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Stiftung unterstützt die Sparda-Bank Hamburg den „Langen Tag der StadtNatur Hamburg“ mit seinen zahlreichen Projekten auch in diesem Jahr wieder. Als Überraschung für Bienenbetörer und Gartenfreunde hält die Bank übrigens Wildblumensamen-Tütchen (Sommerblumenmischung) kostenlos zum Abholen für Sie bereit! Wo? Aktuell in allen Sparda-Bank Hamburg Filialen. Nur solange der Vorrat reicht!

Interview zum Thema „bienenfreundlicher Garten“ mit Gartenbotschafter John Langley®

„Mein Tipp für Bienenfreunde: Einfach den Gärtner oder Gärtnerin fragen, dann klappt das auch mit den Bienen & Co.“

Foto: John Langley®

Gartenbotschafter John Langley® weiß, wie man Bienen Gutes tun kann.

Ein echter Experte: Gartenbotschafter John Langley
  •   Interview lesen

    Welche Pflanze hältst du für die bienenfreundlichste Pflanze, die jeder auf seinem Balkon oder in seinen Garten pflanzen sollte?

    Langley: Aus der Fülle der bienenfreundlichen Garten-Gewächse im Blumenbeet fallen mir ganz spontan Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern und ungefüllte Dahliensorten ein. Wer noch geeignetes an Bäumen und Sträuchern sucht, pflanzt gerne Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Weißdorn, Stachelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Wilder Wein, Efeu oder ungefüllte Rosen als Bienenweide. Im Gemüsebeet freuen sich – um eine kleine Auswahl zu nennen – Ackerbohnen, Kleearten, Borretsch, Ringelblumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren, Gewürzkräuter über jeden Besuch. Und auch Balkon-Enthusiasten sind gut beraten, wenn nicht nur Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Küchenkräuter (Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Thymian) für genügend Aufmerksamkeit sorgen.

     

    Und worauf sollte man bei der „Nährbotanik“ verzichten?

    Langley: Auf Pflanzen, die besonders für Bienen und ihre wilden Geschwister keine „Tracht“ möglich machen. Damit sein bei genauer Betrachtung zunächst Nektar, Pollen, Honigtau, Baumharz oder Wasser gemeint. Es gibt eine Vielzahl an Botanik – wo auch immer verortet - nicht von BIENENWEIDE gesprochen werden kann. Dazu gehören Forsythia, Zaubernus, Hasel, Ranunkelstrauch, Magnolia (alle Arten) und nicht zuletzt Stiefmütterchen, Primeln, Tulpen, Narzissen und leider auch sommerblühende Pflanzen wie Pelargonien oder das beliebte Fleißige Lieschen. Mein Tipp: Einfach den Gärtner oder Gärtnerin fragen, dann klappt das auch mit den Bienen & Co. Und selbst immer darauf achten, dass Staubgefäße einer blühenden Botanik deutlich zu erkennen sind und diese auch Pollenstaub abgeben, dann gelingt auch die Biodiversität. Leider sehen viele Pflanzen gut aus, bieten aber weder Nektar noch Pollen.

     

    Welche Balkon-Pflanzen und Gartenkräuter lieben Bienen besonders?

    Langley: Hier würde die Antwort jeglichen Rahmen sprengen. Ich mag besonders das Kaukasusvergissmeinnicht (bot. Brunnera macrophylla), deren frühe Blüte dient den Insekten im Anschluss an den Winter, als eine der ersten Vorspeisen neben Krokus und Co. im Garten. Fast schon ein Klassiker ist der Felsen-Storchschnabel 'Spessart' (bot. Geranium macrorrhizum 'Spessart'). Seine Blüten sorgen von Mai bis Juli für großes Interesse. Loki Schmidt hat sie mit „Frau Mantel“ angesprochen. Gemeint ist der Großblättrige Frauenmantel (bot. Alchemilla mollis). Die gelblich-grünen Doldenblüten sind immer das Ziel suchender Insekten. Und zu meiner Freude darf ich noch die Große Fetthenne 'Herbstfreude' (bot. Sedum telephium) aufzählen. Ihre Blütezeit von Anfang August bis Ende September ist ein absoluter Gewinn für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

     

    Hast du eigentlich auch eigene Bienenvölker?

    Langley: NEIN, aber inzwischen kenne ich eine Vielzahl engagierter Imker und Imkerinnen und bin begeistert von deren Naturverständnis und nicht nur in verantwortlichem Umgang mit der gefährdeten Natur.

     

    Was tust du persönlich gegen das Bienensterben?

    Langley: Durch zunehmende Sensibilisierung ist dieses seit wirklich vielen Jahren immer noch ein aktuelles Thema. Und als Garten- und Loki-Schmidt-Botschafter deshalb ein besonderes Anliegen zum nachhaltigen HANDELN während vieler Vorträge vor Landfrauen mit dem Thema „Gärtnern beginnt im Kopf“ aufzuklären. Das Interesse ist gerade auf den Gartenmessen, Aktivitäten der „offenen Gärten“ oder bei der aktuellen Aktion „EIN METER FÜR DIE BIENEN“ in Husum groß. Und dann nutze ich fast jeden Quadratmeter, um mit gutem Gewissen über den Gartenzaun schauen zu können.

     

    Was kann deiner Meinung nach jeder mit einfachen Mitteln für den Bienenschutz tun?

    Langley: Da es fast schon überall ein Tütchen Saat verschenkt wird, sollte ein Start auf dem Balkon oder Garten ohne Probleme möglich sein, um eine Bienenweide anzulegen. Wer sich seine Saatgut-Mischung besorgen möchte, sollte bevorzugt auf regionale und mehrjährige Zusammenstellung achten. Ein totaler oder zumindest umsichtiger Verzicht seine Pflanzen mit „Gift“ zu behandeln. Das eigene Refugium nicht flächendeckend „zu schottern“. Blühende Wildpflanzen pflanzen, sie und eine Vielzahl an Bienenweide und „Nährbotanik“ bereichern auch unsere Gärten.

Wir haben den bekannten Gartenbotschafter John Langley® zum Interview eingeladen und ihn gefragt, worauf man bei „bienenfreundlichen Blumen und Pflanzen“ achten sollte und wie man den Bienen sonst noch Gutes tun kann.

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