Einbruchschutz: Die besten Tipps für Ihr sicheres Zuhause

Einbrecher mögen die dunkle Jahreszeit – wähnen sie sich in der frühen Dämmerung doch besonders gut geschützt. Laut Experten der Kriminalpolizei finden drei Viertel der Einbrüche in Einfamilienhäusern in der dunklen Jahreszeit zwischen Ende Oktober und Anfang März statt. Doch zum Glück gibt es wirksame Mittel, sich zu schützen. Manche davon lassen sich per Smart-Home-Technologie sogar von unterwegs steuern.

Quelle: Polizei Hamburg

Neben hochwertigen Schlössern und einbruchhemmenden Fenstern bietet vor allem die Smart-Home-Technik viele Möglichkeiten, Einbrecher abzuschrecken.

Illustration: iStock/marcellio82

Nationaltorwart Manuel Neuer wurden Schmuck und Uhren gestohlen, Schauspielerin Marie-Luise Marjan wurde sogar ihr Bundesverdienstkreuz entwendet und dem Musikproduzenten Dieter Bohlen räumten Einbrecher gleich die halbe Villa leer. Doch auch wer weniger gut situiert ist als diese Prominenten, kann schnell ins Visier Krimineller geraten. Gerade mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt auch die Einbruchsgefahr. Oft gelingt es Einbrechern innerhalb weniger Sekunden, Fenster und Türen zu öffnen. Dabei verursachte ein Einbruch im Durchschnitt Schäden in Höhe von rund 2.850 Euro. Hinzukommt, dass neben den materiellen Verlusten vor allem die Verletzung der Privatsphäre sehr schmerzlich ist. Ein Grund mehr sich mit dem Thema Einbruchschutz zu beschäftigen.

 

Zahl der Wohnungseinbrüche geht zurück – Gefahren bleiben

Die Entwicklung ist erfreulich: Nachdem es allein in Hamburg von Jahr zu Jahr mehr Taten gab, wurde 2015 die Sonderkommission „Castle“ eingerichtet, deren bis zu 100-köpfiges Team gegen professionelle Serientäter und Einbrechergruppen vorgeht. Das Konzept scheint  aufzugehen: Beim Wohnungseinbruchdiebstahl in Hamburg ist 2018 gegenüber dem Vorjahr ein starker Rückgang um 1.168 (-20,2%) auf 4.601 Fälle zu verzeichnen. In Niedersachsen ging die Zahl der Einbrüche im gleichen Zeitraum um 17,6 Prozent auf 11.202 Fälle zurück. Und in Schleswig-Holstein betrug das Minus 9,5 Prozent (4.891 Fälle). Die Investition in Sicherheitstechnik lohnt sich also. Das sieht auch der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Wolfgang Weiler, so: „Viele Hausbesitzer haben in den vergangenen Jahren in bessere Sicherheitstechnik investiert, das zahlt sich aus“.

 

Die Polizei empfiehlt, das Zuhause zunächst durch einen mechanischen Einbruchschutz abzusichern, also mit speziellen Schlössern, Riegeln oder einbruchhemmenden Fenstern. Ist das erledigt, kann dies durch Sicherheitstechnik sinnvoll ergänzt werden, also Lampen mit Bewegungsmelder, Kameras oder komplette Alarmsysteme. Vor allem die bekannten Schwachstellen sollten gesichert werden: In Einfamilienhäusern wird meist über Fenstertüren und Fenster eingebrochen, in Mehrfamilienhäusern über Wohnungstüren und leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren. So erhöhen Sie den Einbruchschutz:

Türen

Über Eingangs-, Balkon- oder Terrassentüren kommen Einbrecher am bequemsten ins Gebäude. Wenn Sie neu bauen oder eine neue Tür einbauen lassen wollen, sollten Sie eine geprüft einbruchhemmende Tür nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse RC 2) wählen. Türen lassen sich aber auch nachträglich sichern, zum Beispiel mit speziellen Türblättern, -rahmen, -bändern, Schlössern, Beschlägen oder Schließblechen. Holen Sie sich am besten den Rat eines Sicherheitsexperten, der die einzelnen Elemente aufeinander abstimmt. Vergessen Sie auf keinen Fall die Nebentüren. Oft sind Eingangstüren gut geschützt, Keller- oder Garagentüren mit Zugang zum Wohnbereich aber nicht. Dabei kommen Einbrecher hier sogar am ehesten ungesehen rein.

 

Smart-Home-Tipp: Mit elektronischen Türschlössern, die etwa per Smartphone, Zahlencode oder Fingerabdruck bedient werden, gehören verloren gegangene Haustürschlüssel, die in falsche Hände geraten könnten, der Vergangenheit an. Über spezielle Apps lassen sich zudem individuelle Zutrittsberechtigungen erstellen und verwalten – etwa für Nachbarn, die in der Urlaubszeit das Haus hüten sollen. Mit manchen Programmen lässt sich zudem genau protokollieren, wann wer die Tür auf- oder zugesperrt hat.

Einbruchschutz für die Tür

Fenster

 Auch Fenster ermöglichen oft einen leichten Zugang; Einbrecher hebeln sie einfach auf. Dagegen helfen auch abschließbare Fenstergriffe nicht. Besser sind Zusatzsicherungen wie einbruchhemmende Fensterbeschläge. Schließen Sie Fenster immer komplett, denn gekippte Fenster sind leicht zu öffnen. Wenn Sie auf keinen Fall auf frische Luft verzichten wollen, können Gitter vor den Fenstern helfen. Rollläden erschweren einen Einbruch, zudem fühlen sich viele Bewohner dadurch nachts sicherer. Aber Achtung: Wer tagsüber oder bei längerer Abwesenheit die Rollläden geschlossen lässt, signalisiert  Einbrechern, dass keiner zu Hause ist.

 

Smart-Home-Tipp: Speziell eingebaute Sensoren in Fensterrahmen können Erschütterungen an Glasflächen bzw. eingeschlagene Scheiben erfassen – und einen Alarm auslösen. Mit dem Einsatz von intelligenter Fenstertechnik ist es ebenfalls möglich, gekippte Fenster via App aus der Ferne zu schließen und Rollläden mit programmierbaren Routinen zu bestimmten Zeiten rauf- und runter-fahren zu lassen.

Einbruchschutz für Fenster

Sirenen

Alarmanlagen ersetzen keinen mechanischen Einbruchschutz, sind aber eine sinnvolle Ergänzung. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten: von piependen Fenstern bis hin zur Komplettsicherung des Gebäudes. Lassen Sie sich am besten von einem Technikfachmann oder bei einer Beratungsstelle der Polizei Tipps geben. Alle Bewohner sollten mit der Alarmanlage vertraut sein, um Fehlalarme zu vermeiden.

 

Smart-Home-Tipp: Intelligente Alarmanlagen können Push-Nachrichten auf das Smartphone schicken. So können ohne Zeitverzögerung notwendige Maßnahmen schon von unterwegs eingeleitet werden. Bestimmte Apps liefern auch Infos über den Batteriezustand der Sirene.

Sirenen vertreiben unvollkommene Gäste

Kamera und Beleuchtung

Kameras und gute Beleuchtung sind eine effektive Möglichkeit, Einbrecher abzuschrecken. Damit nicht permanent das Licht brennt, sind Bewegungsmelder eine gute Wahl. Auch hier gilt wieder: Nicht nur der Eingangsbereich muss geschützt werden, sondern das ganze Gebäude.

 

Smart-Home-Tipp: Wenn die Überwachungskamera mit dem Smartphone verbunden ist, können abwesende Besitzer auch aus der Ferne genau verfolgen, was in den eigenen vier Wänden vor sich geht. Weiteres Plus: Im Fall der Fälle kann das Videomaterial als Beweismaterial dienen.

 

Wie Sie mit Smart-Home-Technologien nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden erhöhen und Energiekosten reduzieren können, lesen Sie hier. Einen kleinen Vorgeschmack von intelligenter Haustechnik mit zuverlässigem Einbruchschutz können Sie sich im Video ansehen.

Kamera und Beleuchtung schrecken Einbrecher effektiv ab

Videotipp: Die TV-Sendung „Welt der Wunder“ hat einen Sicherheitsexperten dazu befragt, wie die Smart-Home-Technik beim Einbruchschutz helfen kann.

Anzeige

Hausratsversicherung

Mit einer Hausratversicherung schützen Sie Möbel, elektronische Geräte, Wertsachen und mehr. Im Falle eines Einbruchs, Brands, bei Wasserschäden oder Vandalismus ersetzt die Versicherung den Schaden. Das Angebot der DEVK Versicherungen auf einen Blick.

Sicherheitstechnik zahlt sich beim Einbruchschutz aus

Erster Ansprechpartner für Sicherheitstechnik ist die Polizei. Sprechen Sie gerne die Experten in Ihrer zuständigen Polizeidienststelle an. Praktische Sicherheitstipps finden auch auf den Seiten der bundesweiten Öffentlichkeitskampagne K-EINBRUCH.

 

Bei einem Neubau sollten Sie das Thema Einbruchschutz auch mit Ihrem Architekten oder Hausanbieter erörtern. Die Kosten hängen stark davon ab, wie viel Angriffsfläche die Immobilie Einbrechern bietet: Eine Wohnung im 4. Stock ist einfacher zu sichern als ein Einfamilienhaus mit Balkon-, Terrassen- und Kellertüren. Im ersten Fall reichen vielleicht Sicherungen an der Wohnungstür für einige Hundert Euro, beim Einfamilienhaus kann auch schon mal ein Betrag von 2.500 bis 10.000 Euro anfallen. Mit sogenannten Modernisierungsdarlehen können diese Kosten gestemmt werden. Bei einigen Banken müssen diese Kredite auch nicht ins Grundbuch eingetragen werden.

 

Wer Wertsachen wie zum Beispiel teuren Schmuck besitzt, sollte zudem in einen Safe investieren oder ein Bankschließfach mieten. Ihr Geld sind die Sicherheitsmaßnahmen allemal wert. Denn Sie schützen damit nicht nur Ihr Zuhause, sondern auch sich selbst.

 

Das Eigentum lieber gut versichern

Ein gutes Gefühl kann auch eine Hausratversicherung geben. Liebgewonnene Erinnerungsstücke bringt sie zwar nicht zurück, sie ersetzt aber immerhin den Wert des entwendeten Eigentums. Zudem kommt die Versicherung für die Reparaturen auf, die nach dem Eindringen der Diebe an Türen oder Fenstern nötig sind. Und auch Schäden, die ggf. durch Vandalismus entstehen, sind abgedeckt. Aber Achtung: Es gibt kein Geld, wenn Sie grob fahrlässig handeln, etwa das Fenster offen lassen oder die Tür nur ranziehen, ohne abzuschließen. Tipp: Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Wertsachen und bewahren Sie Kaufbelege auf. So haben Sie im Ernstfall eine Sorge weniger.

 

Mit welchen Maßnahmen Sie das Einbruchsrisiko weiter senken können, lesen Sie in unserer Checkliste – einfach anklicken.

Checkliste: 10 Verhaltenstipps für mehr Sicherheit

Haben Sie einen guten Draht zu Ihren Nachbarn, den Ersatzschlüssel sicher verwahrt und eine Strategie für den Urlaub?  Wenn Sie diese 10 Tipps befolgen, können Sie besser schlafen.

Icons: iStock (da-vooda, dyeekc, nuiiun, Photoplotnikov)

Anzeige

Schützen Sie Ihr Zuhause!

Massive Türen, gute Schlösser und eine Alarmanlage machen Einbrechern das Leben schwer. Bei uns gibt es Kapital für Umbau-Maßnahmen zu Top-Konditionen.

Foto: iStock (fotoedu)

Mit Unterstützung der Sparda-Bank Hamburg eG

Weitere Artikel

           Mehr Informationen

Möchten Sie mehr über die Angebote unseres Partners, der Sparda-Bank Hamburg eG, erfahren? Die Mitarbeiter beantworten Ihre Fragen gern in einem persönlichen Gespräch. Nennen Sie einfach einen passenden Termin.  Zur Terminvereinbarung

Anzeige

            Telefonische Beratung

Per Telefon erfahren Sie rund um die Uhr mehr über die Angebote unseres Partners, der Sparda-Bank Hamburg eG:

Anzeige

Tel. 040 55 00 55-0

            Diesen Artikel empfehlen

Was Sie noch interessieren könnte

Handwerkerkosten von der Steuer absetzen Abc der Dachdämmung So wird ein feuchter Keller weider trocken

Handwerkerkosten absetzen

Immobilien brauchen Pflege. Dafür lassen sich Handwerkerrechnungen gut von der Steuer absetzen. Was dabei zu beachten ist.  Mehr …

Das Abc der Dachdämmung

Immer mehr Immobilienbesitzer erweitern ihren Wohnraum, indem sie ihr Dachgeschoss ausbauen. Was dabei zu beachten ist.  Mehr …

So werden Keller wieder trocken

Wenn es im Keller feucht wird, ist es Zeit zum Handeln. Was die Gründe sein können und welche Möglichkeiten es gibt. Mehr …