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Home-Office – so richten Sie sich einen schönen Büroplatz ein

Immer mehr Firmen ermöglichen ihren Mitarbeitern, zusätzlich zum Bürojob auch im Home-Office zu arbeiten. Viele haben sogar einen Beruf, dem sie ausschließlich von zu Hause aus nachgehen. Doch worauf sollte man bei der Gestaltung des Home-Office-Arbeitsplatzes achten? Wir geben Ihnen wertvolle Profi-Tipps, die Ihnen dabei helfen, Ihren Heimarbeitsplatz schön und effizient einzurichten. Wohlfühlen wird dabei großgeschrieben und auch für kleine Räume haben wir fünf wunderbare Mini-Home-Office-Ideen vorbereitet.

Entspannter arbeiten im Home-Office: So richten Sie sich Ihr Büro zu Hause schön und praktisch ein.

Fotos: shutterstock (Dean Drobot, Photographee.eu)

Wohin mit dem Büro?

Welcher Raum ist ideal fürs Home-Office? Ein eigener Raum ist schon aus Gründen der Konzentration eine der besten Lösungen für ein Büro zu Hause. Wer viele Arbeitsunterlagen hat, für den können Regale und Schubladen eine sinnvolle Lösung sein. Auch ein Rollcontainer sorgt für zusätzlichen Stauraum. Falls Sie kein eigenes Arbeitszimmer haben, können Sie auch Nischen in Ihrem Zuhause nutzen. Viele platzieren zum Beispiel in einer Nische im Flur einen kleinen Schreibtisch oder Sekretär. Dann einfach Regale darüber an der Wand anbringen – fertig ist das Mini-Home-Office! Um es vor fremden Blicken von Gästen oder Handwerkern zu schützen, kann man es schön mit einem schicken Paravent oder einer Falttür abschirmen. Und wenn nicht einmal eine Nische in der Wohnung zu finden ist? Dann gibt es immer noch die Büro-im-Schrank-Lösung – das kann äußerst praktisch sein. Nach getaner Arbeit machen Sie einfach die Schranktür zu und der Schreibtisch ist weg!

 

Schreibtisch, Esstisch oder Sekretär?

Jeder hat andere Ansprüche an einen Schreibtisch und andere Platzverhältnisse. Soll Ihr Schreibtisch eher groß, klein, mit viel Stauraum oder auf Rollen sein? Fragen Sie sich am besten vor dem Kauf: Wie viel Ablagefläche für Ordner, Mappen, Schreibtischzubehör etc. brauche ich? Welchen Abstand sollen PC-Bildschirm oder Laptop von Ihrem Gesicht haben? Die richtige Tiefe des Schreibtisches ist genauso wichtig wie die Länge, damit Sie beim Tippen nicht anfangen, doppelt oder gar nichts mehr zu sehen. Und natürlich immer wieder ausmessen: Wie viel Platz haben Sie überhaupt in Ihrer Home-Office-Ecke? Es sollten mindestens 80 cm Abstand neben der Tischplatte und hinter dem Schreibtischstuhl vorhanden sein. Wenn Sie sehr viel Zeit am Schreibtisch verbringen oder Rückenprobleme haben, ist ein höhenverstellbarer Tisch das Richtige für Sie. So können Sie nach Bedarf die Sitzposition immer mal wieder anpassen.

 

Oder arbeiten Sie nur ab und zu von zu Hause aus? Dann reicht vielleicht auch ein eleganter Sekretär oder kleiner Schreibtisch für die Wohnzimmerecke. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, Ihr Home-Office in die Küche zu verlegen, seien Sie sich bewusst, dass es hier so einige Nachteile gibt: Am Esstisch zu arbeiten, ist nur bei seltenen Home-Office-Tagen mit Laptop zum empfehlen. Abgesehen von der unbequemen und ungesunden Haltung im Küchenstuhl, locken stetig der Kühl- und Vorratsschrank mit leckeren Snacks. Wer zudem noch Kinder im Homeschooling zu Hause hat bzw. viel mit Kollegen oder Mitarbeitern sprechen muss, braucht einen Raum, wo er Ruhe hat. Das dürfte in der Küche, wo man sich nicht nur zum Essen gerne trifft, oft nicht der Fall sein.

Für meine Work-Life-Balance:

Morgenroutine schaffen! Machen Sie vor der Arbeit oder dem Frühstück eine kleine Joggingrunde im Park, 10 Minuten Morning-Yoga oder einen Spaziergang mit dem Hund. Sie sparen sich den Arbeitsweg, also nutzen Sie die gewonnene Zeit und tun Sie sich selbst etwas Gutes!

Illustration: iStock (ma_rish)

Perfekte Nische gefunden: Minibüro unterm Treppenaufgang – funktional und optimal integriert.

Büroplatz "ums Eck": Mit einem Eckschreibtisch wird der Raum bis in die Ecke optimal genutzt. Noch ein Vorteil: mehr Platz auf dem Schreibtisch.

Auch optisch ein Hingucker: Sandfarbener Wand-schreibtisch mit zierlichem Rollcontainer fügt sich farblich harmonisch ins Interieur ein.

Fotos: shutterstock (el lobo); iStock (CreativaStudio, borchee)

Bürostuhl, Sitzball oder Küchenstuhl?

Vor allem Menschen, die viel am PC arbeiten und daher die meiste Zeit sitzen, können ein Lied davon singen, wie wichtig ein guter Bürostuhl ist. Ein Küchenstuhl, Sessel oder sonstige Stühle sind für längeres Arbeiten im Home-Office gänzlich ungeeignet: Man nimmt dadurch eine falsche Körperhaltung ein und Rückenschmerzen sind vorprogrammiert. Viele Bürostühle sind zwar ergonomisch, aber optisch gewöhnungsbedürftig. Man weiß nie genau: Ist es ein Heimtrainer oder ein Carrera-Auto-Sportsitz? Aber Spaß beiseite – es gibt einige sehr gute Modelle, die ansprechend oder zumindest ganz normal aussehen.

 

Das erste Gesetz lautet also: Der Stuhl an Ihrem Homeoffice Arbeitsplatz sollte ergonomisch geformt sein. Ein ergonomischer Bürostuhl entlastet den Rücken und ermöglicht eine gute, aufrechte Sitzposition. Dazu zählt, dass die Rückenlehne sich idealerweise an der natürlichen Rundung des Rückens entlangschmiegt und sich an ihre Höhe anpassen kann. Verstellbare Armlehnen tragen zur Entlastung des Nackens bei. Gesundheitsbewusste Home-Office-Typen, die ihr Becken oder den Lendenwirbelbereich ab und an mobilisieren möchten, wählen Gymnastikbälle oder Fitness-Hocker, die speziell zum Arbeiten angefertigt sind. Letztere sind flexibel wie Gymnastikbälle und fordern aktiv die Rückenmuskulatur heraus. Aber Vorsicht: Wenn Sie diese Art zu sitzen nicht gewohnt sind und es im Rücken zwickt, wechseln Sie besser öfter zwischen Hocker und Bürostuhl ab. Aber halt! Bevor Sie jetzt mit dem Bürostuhl-Shopping starten: Bedenken Sie, dass ein Schreibtischstuhl mit Kippfunktion viel Platz einnimmt und die Rollen den Boden vor dem Schreibtisch beschädigen könnten. Achten Sie deshalb schon beim Kauf auf die richtigen Stuhlrollen für Hartböden, Parkett und Laminat oder für Weichböden wie Teppich.

Kreative Wand-Regal-Lösung: sechseckige Wand-regale als kleine Bürohelfer entdeckt! Wichtiges Detail: Frische Blumen heben die Stimmung!

Lichtdurchfluteter Arbeitsplatz: Mit einem Schreib-tisch seitlich zum Fenster und Büromöbeln in hellen Farben fangen Sie das Licht ein.

Mut zur Lücke: Auch aus Nischen kann man einen tollen Heimarbeitsplatz zaubern. Platzsparend: Regale für die wichtigsten Arbeitsutensilien.

Fotos: shutterstock (ppa, New Africa [2])

Spot an! Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz

Gute Lichtverhältnisse sollten bei Ihrer Planung, in welchem Raum Sie Ihr Home-Office einrichten, eine brillante Rolle spielen. Für Büroräume in Firmen gibt es behördliche Vorgaben, dass der Raum mit mindestens 500 Lux ausgeleuchtet sein muss. Viele Heimarbeitsplätze sind jedoch zu dunkel. Nicht jede Wohnung ist lichtdurchflutet und nicht jeder hat noch ein Arbeits-plätzchen in der Nähe des Fensters frei. Dabei ist das richtige Licht essenziell, um die Augen zu schonen und produktiv zu arbeiten. Worauf sollten Sie bei der Lichtgestaltung am Home-Office-Platz achten? Wenn Sie sich für eine klassische Schreibtischleuchte entscheiden, mit der Sie gut arbeiten können, ohne die Augen zu überanstrengen, sollte sie vor allem hell und blendfrei sein. Am besten dazu so flexibel, dass sich der Lichtkegel jeweils auf Ihre persönlichen Bedürfnisse einstellen lässt. Die Leuchtkraft bewegt sich ab 600 Lumen (ca. 1:1 in Lux umzurechnen). Wesentlich helleres Licht spenden dagegen Tageslichtlampen mit bis zu 1.000 Lux, was dem normalen Tageslicht ähnelt. Mit einer Farbtemperatur von etwa 5.500 Kelvin sind sie sehr angenehm fürs Auge und fördern die Konzentration. Tageslichtlampen empfehlen sich besonders für dunklere Home-Office-Räume. Wenn Sie sich für konventionelles Licht entscheiden, sollte die Glühbirne ein sanftes Licht abgeben, damit die Augen nicht gereizt werden. Helle Möbel und helle Wandfarben unterstützen die angenehme Arbeitsatmosphäre am Heimarbeitsplatz.

Wenig Platz? 5 coole Ideen fürs Mini-Home-Office.

Stauraum bis unter die Decke ausnutzen: Regalbretter, Konsolen oder Regalsystem an der Wand anbringen für Ordner, Dokumente und Bücher.

Smarte Büromöbel auswählen: Aufklappbarer oder ausziehbarer Schreibtisch, eingebaute Funktionen im Schreibtisch, z. B. integrierte Ladestation für Handy oder Laptop.

Minibüro in Wandnische, im Flur oder unter der Treppe.

Im kleinen Wohnzimmer: z.B. aufklappbarer Wandschreibtisch oder ein Wandsekretär.

Versteckter Arbeitsplatz im Schrank.

Fotos: shutterstock (Monkey Business Images, silvia.cozzi, united photo studio, Artazum, Kostikova Natalia)

11 Home-Office-Hacks zum Wohlfühlen und für mehr Effektivität

 

  • Technik an Ort und Stelle haben: Der Zugang vom Schreibtisch zu Steckdosen und Internetanschluss muss gewährleistet sein.
  • Ins richtige Licht setzen: Am besten sitzen Sie am Schreibtisch seitlich zum Fenster, wo das natürliche Licht von der Seite kommt. Nicht mit dem Rücken zum Fenster sitzen, sonst wirft das Sonnenlicht von hinten Schatten und erzeugt Spiegelungen auf dem Bildschirm.
  • Effizienter arbeiten: Besorgen Sie sich vorab alle Materialien, die Sie brauchen. sowie Passwörter aus dem Büro. Schreiben Sie sich To-do-Listen und Termine auf.
  • Bequem, aber gepflegt anziehen: Für ein gutes Arbeitsgefühl sollten Sie sich ruhig casual, aber gepflegt kleiden. Auch bei spontanen Video-Telefonaten ist dies sehr empfehlenswert.
  • Kontakte pflegen: Ganz allein zu Haus im Home-Office? Über Video-Telefonate, Chats oder Online-Meeting-Rooms können Sie regelmäßig Kontakt zu Ihren Kollegen halten. Installieren Sie sich die Programme dazu.
  • Ablenkung vermeiden: Platzieren Sie Fernseher, Bücher, volle Wäscheständer & Co. weit vom Arbeitsplatz entfernt.
  • Richtig sitzen: Ein ergonomischer Schreibtischstuhl ist das A und O im Home- Office! So können Sie Rücken- und Schulterschmerzen vermeiden.
  • Im Home-Office wohlfühlen: Frische Blumen sind angesagt! Denn duftende Rosen, bunte Tulpen oder schöne Zimmerpflanzen sorgen für gute Laune und Motivation.
  • Mittagessen nicht vergessen: Planen Sie regelmäßige Pausen ein. Das Arbeitszeitgesetz mit maximal 10 Stunden am Tag gilt auch im Home-Office. Ebenso wie die Regelung einer Mittagspause von mindestens 30 Minuten. Am besten jeden Tag zur gleichen Zeit zu Mittag essen.
  • Bewegung einbauen: Stundenlanges Sitzen und voll verspannt? Hier helfen einfache und schnelle Übungen. Tipp: Machen Sie zwischendurch für  5-10 Minuten ein Schreibtisch-Workout – die Verspannungen lockern sich und Sie sind wieder fit und voll konzentriert!
  • Gesund snacken: Mit ausreichend Getränken und kleinen gesunden Snacks, wie zum Beispiel einer Hand voll Nüsse, Mandeln oder Cashews, einem Apfel oder einem Proteinriegel, geht die Arbeit leichter von der Hand. Und Sie arbeiten noch konzentrierter.

Home-Office – was kann ich steuerlich absetzen?

Licht, Strom, Telefonkosten, Anschaffungen wie Schreibtisch, Stuhl, Material oder Technik – wer in sein Home-Office investiert, kann auch manches von der Steuer absetzen. Informieren Sie sich, unter welchen Bedingungen die Home-Office-Pauschalen für 2020 und 2021 gelten und wie Sie damit Steuern sparen können.

Illustration: iStock (Visual Generation)

Mein Home-Office – wie bezahle ich die Einrichtung?

Ein neuer Monitor (ca. 200–400 Euro), ein höhenverstellbarer Schreibtisch (zwischen 400 und 1.000 Euro) oder ein ergonomischer Bürostuhl (ca. 150 bis 500 Euro) – für die richtige Ausstattung des Arbeitsplatzes zu Hause kommt schnell einiges zusammen. Wer längerfristig im Home Office arbeitet, sollte für ein gesundes und effektives Arbeiten in die richtige Ausstattung investieren. Das kann Muskelverspannungen und Augenproblemen vorbeugen und garantiert die Produktivität. Außerdem macht das Arbeiten an einem schicken und funktional eingerichteten Arbeitsplatz doppelt Spaß. Tipp: Investieren lohnt sich – helfen kann ein Privatkredit. Damit erfüllen Sie sich Ihre Wünsche jetzt, wo Sie die Büroausstattung wirklich brauchen, und zahlen Ihre Investition in kleinen, überschaubaren Raten zurück. Manche Anschaffung lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuerlich geltend machen – informieren lohnt sich!

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Foto: iStock (svetikd)

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