Bauen & Modernisieren

Aus Alt mach Schön!

Sarahs Wohntagebuch einmal anders: In der Hansestadt Lüneburg im Stadtteil Weststadt haben Sarah und Felix ihr #Lüneglück in einem Rotklinkerbau aus den 1920er-Jahren gefunden. Mit der Kernsanierung machten sie aus einem hässlichen Entlein einen stolzen Schwan. Wohnfreude hat sie von der Suche bis zum Einzug auf ihrem Weg begleitet.

09.05.2022

Vor dem Start der Modernisierung: So sah das Dachgeschoss im Rohbau aus. An die Arbeit: Felix, gelernter Fotograf, wie auch Vertriebsprofi und Bloggerin Sarah haben viele Renovierungsarbeiten selbst übernommen. Es hat sich gelohnt: das gemütliche Wohnzimmer von Sarah und Felix im skandinavischen Stil.

Alle Fotos: Sarah Ramroth

Rund zehn Jahre lebten Sarah und ihr Mann Felix in Hamburg und fühlten sich in ihrer Ottensener Wohnung pudelwohl. Erst allmählich wuchs der Wunsch nach Veränderung, nach einem eigenen Haus mit Garten. „Ursprünglich haben wir von einem Neubau geträumt – so richtig clean, mit Beton und Glas. Darum haben wir zunächst nur nach Grundstücken im Hamburger Umland gesucht“, erzählt Sarah, die neben ihrem Vertriebsjob für ein dänisches Modelabel den Wohnblog Studio Wohnglück mit angegliedertem Online-Shop betreibt. Doch weder ein passender Vorort noch ein passendes Grundstück ließen sich finden. Also weitete das Paar seine Suche aus. Nach einem sonntäglichen Besuch im vergleichsweise beschaulichen Lüneburg war dann für beide klar: Hier, „wo die Welt noch in Ordnung ist“, wollen sie zusammen mit ihrer Labrador-Hündin Momo leben!

 

Auf Anhieb verliebt

„Aus Spaß und Neugier haben wir einen Rotklinker aus den 1920er-Jahren in der Weststadt angeschaut. Wir wollten einfach mal sehen, wie so ein Termin mit Makler abläuft“, erinnert sich Sarah. Der Besichtigungstermin fiel allerdings anders aus als zunächst gedacht: Das Paar verliebte sich auf Anhieb in das Haus, das einen kleinen Garten und sogar einen Parkplatz vor der Tür hat. Nachdem Felix’ Eltern – beide Architekten – die Immobilie inspiziert und ihr „Go“ gegeben hatten, waren der Kaufvertrag im September 2020 und die Finanzierung schnell besiegelt. „Wir konnten unser Glück nicht fassen und haben gleich damit begonnen, Türen und Türrahmen mit dem Brecheisen herauszustemmen, Tapeten abzukratzen und Wände und Decken von der dunkelbraunen Holzvertäfelung zu befreien“, erzählt die gebürtige Münsteranerin. Eingezogen ist das Paar schließlich etwa ein Jahr später, im Oktober 2021. Da war zwar erst ein Zimmer bezugsfertig, aber die Freude umso größer.

Die Zeit dazwischen war mitunter nervenaufreibend – missen möchten Sarah und Felix sie trotzdem nicht. Denn sie hatten stets ein Urvertrauen, dass alles irgendwie laufen würde. „Die größte Herausforderung war es, den Zeitplan einzuhalten, Handwerker zu finden und Material heranzuschaffen. Wir sind einmal sogar extra nach Berlin gefahren, um aus einem Baumarkt Holzfaserdämmung abzuholen, die aufgrund der Engpässe während des Lockdowns sonst nirgends aufzutreiben war.“

„Ich hätte mir nie erträumt, dass wir so vieles selber hinbekommen. Im Grunde genommen muss man sich nur trauen, dann kann man vieles schaffen“,
so Sarahs Erfahrung.

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Die liebevoll aufgearbeitete alte Treppe bis hoch ins Dachgeschoss wurde hier durch ein Geländer ergänzt.

Das Ergebnis der umfangreichen, auf Nachhaltigkeit ausgelegten Kernsanierung kann sich sehen lassen. Das Haus wirkt trotz seines Alters wie neu, hat seinen ursprünglichen Charme aber behalten. Die reine Wohnfläche von 120 Quadratmetern verteilt sich auf drei Ebenen. Im Erdgeschoss befinden sich ein großer offener Wohnbereich mit Küche und Essplatz sowie ein neues Gäste-WC. Dafür mussten der schmale, lange Flur, einige Wände und zwei Bäder weichen. „Wir sind begeistert über die Veränderung – vor allem über die neuen bodentiefen Fenster, die den Raum mit Licht fluten und das gesamte Erdgeschoss offener und heller erscheinen lassen“, so Sarah. Im Obergeschoss hat sich das Paar den Wunsch nach einem Schlafzimmer mit angrenzendem Bad und einer Ankleide erfüllt. Auch ein kleines Büro gibt es auf dieser Ebene. Das Dachgeschoss beheimatet das Wohnzimmer, in das sich das Paar gern zum Abschluss des Tages zurückzieht, ein Gästezimmer und ein zweites Bad.

 

Treppe als Herzstück des Hauses

Der Grundriss ermöglicht viel räumliche Flexibilität bis hin zur nachträglichen Aufteilung in zwei Wohneinheiten. Aktuell verströmt er vor allem Offenheit: Statt kleiner Türen sorgen Durchbrüche nun für eine luftige Wohnatmosphäre. Trotz aller Veränderungen im Grundriss blieben aus dem Originalhaus so viele Details wie möglich erhalten, etwa der Terrazzo-Belag im Flur und im oberen Bad. Und auch die neuen Holzfenster haben Bogenelemente. Herzstück des Hauses und ein echter Hingucker ist die alte Treppe, die liebevoll aufgearbeitet und im Obergeschoss durch ein Geländer ergänzt wurde – sie ist Sarahs und Felix’ ganzer Stolz. Ebenso glücklich sind die beiden über die raumlangen, hellen Douglasie-Dielen, die den Räumen eine warme  Note geben, über die nachhaltige Innendämmung aus Holzfaser, die wassergeführte Deckenheizung mit Wärmepumpe sowie die Solaranlage auf dem neuen Dach.

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Eine Menge Eigenleistungen

Die „Muskelhypothek“, die die beiden in den letzten Monaten aufgebracht haben, ist nicht ohne. Felix, der quasi auf Baustellen groß geworden ist und daher über eine Menge handwerkliches Geschick verfügt, hat viele Arbeiten selbst übernommen: das Verlegen der Holzböden, das Anbringen der Sockelleisten, das Bearbeiten der Wände. Beide haben einiges gelernt. „Ich hätte mir nie erträumt, dass wir so vieles selber hinbekommen. Im Grunde genommen muss man sich nur trauen, dann kann man vieles schaffen“, so Sarahs Erfahrung. Eingerichtet hat sich das Paar im angesagten skandinavischen Stil. Neutrale softe Töne, Naturmaterialien – allen voran Holz – und ein funktionaler Minimalismus wirken entspannend, strahlen Ruhe und Gemütlichkeit aus. In allen Räumen dominieren zeitlose gradlinige Möbel in Schwarz, Braun und Weiß – ohne Schnickschnack, einfach schön. Knallige Farben wie auch bunt zusammengewürfelte „Herumstehchen“ sucht man vergebens.

Der Eingangsbereich wurde neu aufpoliert und im Wohnzimmer sorgt ein Kamin an kalten Tagen für wohlige Wärme.

Blaue Fliesen und Wanne sind passé. Das neue Bad hat eine offene bodengleiche Dusche.

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Die Küche ist in den Wohnbereich integriert. Die neuen Fenster sorgen für einen maximalen Lichteinfall in den vorher eher tristen Raum.

Praktisch und durchdacht sind die weißen Trockenbau-Regalwände, die Sarah und Felix an mehreren Stellen eingebaut haben. Sie wirken dezent und praktisch zugleich. „Zum Glück haben mein Mann und ich auch in Bezug auf unsere Einrichtung einen identischen Geschmack – zum Beispiel, was Farben angeht. Das erleichtert es immens, wenn gemeinsam Entscheidungen zu treffen sind.“ Ebenso einig sind sich die beiden darin, dass sie die Entscheidung für eigene vier Wände keine Sekunde bereut haben. Dieses ganz besondere „Zuhause-Gefühl“ möchten sie nicht mehr missen.

Bestandsimmobilie kaufen? Das sind Sarahs Tipps!

Man sollte sich vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie nicht nur auf sein Bauchgefühl verlassen, sondern Expertenrat einholen. Dann weiß man, was einen erwartet, zum Beispiel in Sachen Bausubstanz. Wer Wände versetzen oder das Dach ausbauen will, bürdet der Hauskonstruktion Last auf. Darum sollte man vor einer umfangreichen Modernisierung die Statik, also die Tragfähigkeit der vorhandenen Bauteile, prüfen und gegebenenfalls neu berechnen lassen. Hier lohnt es sich, einen

guten Architekten zu engagieren. Und besorgen Sie sich am besten immer mehrere Kostenangebote für die einzelnen Gewerke. Klären Sie mit den Betrieben, ob diese auch wirklich Zeit haben. Beim Bauen braucht es einen langen Atem. Denn meistens läuft es nicht so, wie man sich das vorstellt – vor allem, wenn Handwerker involviert sind. Deshalb lautet der Rat: Immer einen zeitlichen Puffer einbauen!

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Bis die Arbeitsecke und alle anderen Pläne umgesetzt waren, hatte Labrador-Hündin Momo viel zu gucken.

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Finanziert haben Sarah und Felix ihr #Lüneglück mit der Sparda-Bank Hamburg. Wenn Sie ebenfalls ein Mehr an Wohn- und Lebensqualität, eine größere Gestaltungsfreiheit ohne Absprache mit einem Vermieter, eine Immobilie als langfristige Altersvorsorge oder attraktive Wertanlage suchen – wir unterstützen Sie gern. Wir kennen die Region und den Immobilienmarkt hier bei uns im Norden. Und wir beraten Sie im persönlichen Gespräch zu allen Themen rund um die Immobilie: vom Finden des richtigen Objekts mithilfe der Sparda Immobilien GmbH bis hin zu einer maßgeschneiderten Baufinanzierung mit besten Konditionen und schneller Zusage.

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